Elyseo da Silva: Mosaik der verlorenen Zeit



Verlag


Erscheinungsjahr


ISBN-13


ISBN-10


Klappentext

Julián verbrennt. Schuld daran ist ein Alptraum, der nach dem Aufwachen Brandblasen auf seinem Körper hinterlässt. Kein Arzt, kein Psychologe, kein Medikament scheinen Julián helfen zu können. Just zur Zeit seiner größten Verzweiflung steht plötzlich Kyriel vor der Tür. Die beiden Freunde haben sich seit Jahren nicht gesehen, doch ist Kyriel selbst auf der Flucht vor den eigenen Erinnerungen.
Als ein unerwarteter Gast endlich Licht ins Dunkel bringt, begeben Julián und Kyriel sich auf eine Reise, die ihrer beider Leben für immer verändern wird.
Auf der anderen Seite der Welt, in einem kleinen Dorf in Guatemala, wächst das Maya-Mädchen María Dolores auf. Ihre Kindheit endet von einem Tag auf den anderen, als sie vor der Hütte, in der sie gemeinsam mit ihrer Familie lebt, ein Symbol entdeckt. Auf einem Felsen prangt eine weiße Hand.
Jeder in Guatemala weiß, was dieses Symbol zu bedeuten hat: Jemand wird sterben…

Bevor ich meine Rezension starte, eine Aufforderung: Wer etwas sehr ungewöhnliches, aber auch ungewöhnlich schönes lesen will, möge sich bitte in die Buchhandlung seines Vertrauens begeben und dieses Buch bestellen!
»Mosaik der verlorenen Zeit« von Elyseo da Silva ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Der Autor hat verschiedene Handlungsstränge (Julián und Kyriel, Pascal, Laura, Maria Dolores/Yoyotli und die Guerillas) in seinem Roman verwoben. Zunächst ist nicht klar, wie die Handlungsstränge zusammenhängen, da diese auch zu sehr verschiedenen Zeiten beginnen. Nach und nach offenbart sich dem Leser die sehr spannende und oft herzergreifende Geschichte, die alle Figuren verbindet. Der Titel ist Programm, denn die Handlung als ganzes ist wirklich ein Mosaik.
Der historische Hintergrund des Guerillakrieges wirkt gut recherchiert. Ich schreibe bewusst »wirkt«, da ich selbst kein Experte für lateinamerikanische Geschichte bin. Jedenfalls hat Elyseo da Silva es geschafft, mich in diese für mich völlig fremde Welt Guatemalas zu entführen. Auch wenn ich noch nie da war, konnte ich mir viele Dinge sehr gut vorstellen.
Es erforderte am Anfang ein wenig Mut für mich, mich wirklich auf das Buch einzulassen. Aber ich habe es geliebt. Mit Sicherheit könnte ich es nicht »durchfliegen«, weil ich bewusst aufgepasst habe, kein Detail zu verpassen. Ich habe es mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gelesen.